Verfasst von: mcstrider | Januar 22, 2016

Ein Weckruf für die Politik

Die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) muss 50 Stellen abbauen. Hauptgrund sei der tiefe Strompreis und damit verbunden die mangelnde Möglichkeit weiterer Investitionen. Mein Kommentar im Berner Oberländer:

Es hat sich abgezeichnet und ist trotzdem bitter: Die KWO müssen Stellen abbauen. Nicht weil man schlecht arbeitet, sondern weil der Strommarkt aus den Fugen geraten ist. Weil der Strompreis verheerend tief ist und andere Stromproduktionsarten – darunter auch die umweltschädlich Kohle – massiv gefördert werden, rentieren Investitionen in die Wasserkraft nicht. Auch wenn sie – wie der geplante Stausee an der Trift – unbestritten sinnvoll sind.

Die Zeche müssen die Angestellten und die Region zahlen. Die KWO spielen beim Abbau mit offenen Karten. Man hätte ihn auch über zwei Jahre «verstecken» und sich den Sozialplan sparen können. Die KWO entschieden sich für einen für die Angestellten und die Region verträglicheren Weg. Wenn die Aktion als Weckruf an die Politik wirkt, ist dies sicher nicht ungewollt – und wünschenswert.

Dieser Kommentar erschien am 22. Januar 2016 im Berner Oberländer. Hier, hier und hier geht es zu den entsprechenden Zeitungsartikeln.


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